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Schwarzwild (sus scrofia)

Kreisjagdverband Noerdlingen 03

Allgemein

  • Schulterhöhe: bis 1,1 m
  • Gewicht: Keiler bis 200 kg, Bache bis 100 kg
  • Gebiss: 44 Zähne, – werden als Gewaff bezeichnet
    - sind wurzellos und wachsen konstant
    - Eckzähne beim Keiler heißen oben Haderer und unten Gewehre
    - Eckzähne bei der Bache heißen Hacken
  • Zuordnung: Schalenwild

 

    Unterliegt dem Jagdrecht
  • einziges Schalenwild in Deutschland, welches kein Wiederkäuer ist
  • kann sich mit Hausschweinen kreuzen
  • Drückt sich immer das Geäfter ab (Gegensatz zu Rotwild)
  • Schritt ist kürzer und der Schrank enger als beim Rotwild
  • Sehen sehr schlecht, vernehmen und winden ausgezeichnet
  • Männliches Tier: Keiler
  • Weibliches Tier: Bache
  • Jungtier: Frischling
  • Geschlechtsreife: ca. 1 - 2 Lebensjahr bei Bache (“rauschig“)
    - abhängig von Nahrungsangebot
    - Leitbache gibt Ausschlag für Rauschzeit
    - Bei Vollmastjahren (in der Bäume besonders gut tragen) kann es zur 2. Rauschzeit kommen
  • Rauschzeit: Mitte November – Februar
  • Tragzeit: ca. 4 Monate (vor dem Frischen sondert sich die Bache ab und baut einen Wurfkessel)
    - 4 – 10 Frischlinge (Bache hat nur 8 Zitzen)
  • Frischlingsstreifen werden im Herbst abgelegt
  • Haarkleid des Schwarzwilds ist im Sommer graubraun bis schiefergrau – im Winter braunschwarz bis schwarzgrau
    - Winterhaar ist länger & gröber
    - Alle Borsten an der Spitze geteilt
  • Altersschätzung: beim Keiler wird die Abschleiffläche des Molar 1 beurteilt
  • Zahnlängen über 20 cm nicht selten
Kreisjagdverband Noerdlingen 04

Lebensraum

  • Durch verstärkten Anbau von Mais, nimmt die Population stark zu und sie wandern verstärkt in besiedelte Bereiche ein
  • Schwarzwild wurde (durch erhöhten Freizeit und Jagdrucks) nachtaktiv
  • Tagsüber stehen sie im Dickicht
    - Bei Einzelstücken: Lager
    - Bei Rotte: Kessel
  • Schwarzwild suhlt, benötigt aber so genannte Mahlbäume an denen es seine Schwarte (Schild) reibt

Revier

  • Schwarzwild lebt in Rotten zusammen
  • Keiler sind Einzelgänger und finden sich nur zur Rauschzeit bei der Rotte ein

Nahrung

  • Allesfresser & sehr anpassungsfähig
    Hat kräftiges Gebrech (Rüssel) mit dem es den Boden nach essbaren Wurzeln, Würmern, Engerlingen, Mäusen, Schnecken und Pilzen durchwühlt
  • Fressen auch Wasserpflanzen, Blätter, Triebe, Früchte zahlreicher Holzgewächse, Kräuter und Gräser, sowie Aas und Abfälle
    - Manchmal auch Eier und Jungvögel bodenbrütender Vögel
    - In trockengefallen Gewässern: Muscheln
  • (im europäischen Verbreitungsgebiet) besonders wichtig: Früchte von Eichen und Buche, vor allem in Mastjahren
    - daher können sie auf Nahrungssuche erheblichen Schaden auf landwirtschaftlichen Nutzflächen verursachen (wenn Bäume zu wenig Frucht angesetzt haben)

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