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Steinmarder (Martes foina)

Kreisjagdverband Noerdlingen Wildtiere 5

Allgemein

  • Länge: 40 – 55 cm
  • Schulterhöhe: bis 12 cm
  • Gewicht: bis zu 2,3 kg
  • Gebiss: 38 Zähne
  • Zuordnung: Familie der Marderartigen (Mustelidae) – Gruppe der echten Marder

 

  • Unterliegt dem Jagdrecht
  • Etwas größer als der Baummarder
  • Steinmarder sind in erster Linie nachtaktiv, tagsüber ziehen sie sich in ein Versteck zurück
  • Marder sind meistens Einzelgänger, außer während der Ranzzeit
  • Sinne sind hervorragend ausgebildet
  • kann zwar gut klettern, steigt jedoch selten höher auf Bäume hinauf
  • In der Nacht geht er auf Nahrungssuche, wobei er sich vorwiegend am Boden fortbewegt
  • Seine Losung setzt er, wie der Baummarder, auf erhöhte Plätze (diese riecht äußerst streng)
  • Als Unterscheidungsmerkmale gegenüber dem Baummarder dienen der gegabelte weiße Kehlfleck, die kleineren Ohren, der fleischfarbene Nasenschwamm, sowie beim Schädelknochen die Einbuchtung des letzten Molares im Oberkiefer
  • Das Trittsiegel unterscheidet sich durch einen sichtbaren Ballenabdruck, da seine Branten nicht behaart sind
  • Männliches Tier: Rüde
  • Weibliches Tier : Fähe
  • Geschlechtsreife: 18 - 24 Monaten.
  • Ranzzeit: Juli – August
  • Tragzeit: ca. 7 und 8 Monate dick (einschließlich der “Eiruhe“)
  • 2 - 4 fast nackte ca. 30 g schwere Junge zur Welt
  • öffnen ihre Augen nach 34–38 Tagen
  • Säugezeit: ca. 8 Wochen
Kreisjagdverband Noerdlingen Wildtiere 2

Lebensraum

  • Natürliche Verstecke sind unter anderem Felsspalten, Steinhaufen oder verlassene Baue anderer Tiere (sie selber graben keine Baue)
  • Kulturfolger
  • Bewohnt nicht selten Ställe, Dachböden und Schuppen, im Wald Baumstammlager oder Reisighaufen
  • Nester werden mit Haaren, Federn oder Pflanzenmaterial gepolstert

Revier

  • territoriale Tiere, die ihr Revier mit dem Sekret von Duftdrüsen markieren und zumindest gegen gleichgeschlechtliche Steinmarder verteidigen
  • Die Reviergröße ist variabel, jedoch kleiner als die des Baummarders
  • Die Spannbreite beträgt zwischen 12 und 210 Hektar
  • Abhängig von: der Jahreszeit (im Winter sind sie kleiner als im Sommer), vom Geschlecht (Rüden haben größere Reviere als Fähen) und vom Nahrungsangebot ab

Nahrung

  • Beute ist alles was er bezwingen kann: Hase, Kaninchen, Vögel und deren Gelege, Mäuse und Ratten
  • Durch die menschliche Nähe ist der Anteil Hühnern und Tauben sowie deren Eier höher als beim Baummarder
  • Ein großer Anteil seiner Nahrung besteht aber auch aus Obst und Beeren sowie Aas
  • Da er das Gehirn besonders schätzt, findet man bei einem Marderriss häufig das Beutetier ohne Kopf, den er mit einem glatten Biss abtrennt, um ihn in einem ruhigen Versteck verzehren zu können

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